Kritik am Journalismus in Chile

Ich war immer kritisch gegenüber der Art und Weise, wie Journalismus in Chile betrieben wird. Obwohl man professionellen Journalismus und qualitativ hochwertige Arbeit finden kann, fehlt die Vielseitigkeit.

Ich denke, dass dies weltweit im Journalismus passiert. In diesem Bewusstsein habe ich immer Berichte, Artikel oder Notizen mit einem anderen Blick und einem anderen Ansatz betrachtet. Die Idee dabei ist, etwas Neues zu liefern. Journalismus soll der Gesellschaft etwas geben und ein Grundrecht des Menschen befriedigen, nämlich das Recht auf Information.

In Chile gibt es ein ernsthaftes Problem, welches vielleicht mit der geographischen Lage meines Landes zusammenhängt. Es herrscht eine starke Zentralisierung, alles kommt aus der Hauptstadt Santiago und Lokaljournalismus wird generell unterbewertet. Deshalb bin ich in der Stadt Concepción geblieben und arbeite als freie Journalistin, wobei sich meine Arbeit auf verschiedene regionale Medien verteilt.

Meine Geschichten sind fast immer mit der kulturellen Vergangenheit verbunden. Mein Ziel ist es, diese Vergangenheit im Bewusstsein der Menschen zu erhalten, weil ich denke, dass sie einen unschätzbaren Reichtum darstellt. Die Sitten und Gebräuche der Menschen leiten sich aus der Vergangenheit her und mir gefällt die Idee, dass diese Geschichten mit etwas anderem, tieferem verbunden sind. Die Bio-Bio-Region ist mehr als nur ein Großraum mit mehr als einer Million Einwohnern. Sie war und ist eine historische Enklave, mit strategischer Bedeutung. Sie besitzt einen langen Küstenabschnitt und einen historischen Fluß, den schon die Eingeborenen, die Mapuche und die Spanier überquerten.

Die neoklassizistische Architektur der Stadt wurde durch ein Erdbeben beschädigt. Überhaupt sind Erdbeben in Chile sehr häufig. Historisch überliefert sind schwere Beben in den Jahren 1570 und 1657, die die Stadt jedes Mal zerstörten. Nachdem 1751 das dritte Erdbeben die Stadt wiederum zerstört hatte, wurde sie 1754 landeinwärts verlegt. Im kollektiven Gedächtnis sind weitere schwere Erdbeben verankert: jenes aus dem Jahr 1835, bei dem etwa 5.000 Menschen starben, sowie die Beben in 1939 und 1960, die ebenfalls zahlreiche Menschenleben forderten und gewaltige Zerstörungen mit sich brachten.

Trotz all der schwierigen Umstände lebe ich gerne in Concepción und ich identifiziere mich mit dieser Stadt und seinen Bewohnern. Deshalb habe ich mir in gewisser Weise vorgenommen, das Erbe und den Wert der Stadt hervorzuheben. Seit ich als Journalistin arbeite, und das sind mittlerweile mehr als drei Jahre, habe ich nicht damit aufgehört, Geschichten in Fischerdörfern, ländlichen Gemeinden oder in der Stadt selbst zu suchen.

Obwohl ich eine Vorliebe für lokale Geschichten habe, interessieren mich auch internationale Themen.

Naja, der Journalismus war die Karriere, die ich gewählt hatte, und zum Glück ist es auch die Leidenschaft, der ich folge!!!!!

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